André Bücker studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Geschichte und Philosophie in Bochum. 1993 kam er als Regieassistent an das Theater Dortmund. Er arbeitete ab 1994 in verschiedenen Funktionen für das Kunstfest Weimar und ist seit 1995 als Regisseur tätig, u.a. in Dortmund, Hannover, Graz, Bremerhaven, Neuss, Nürnberg, Göttingen. Er arbeitete mehrfach mit dem international renommierten Alte-Musik-Ensemble "Lautten Compagney" zusammen, u.a. für die Händel-Festspiele in Halle an der Saale und es entstanden fünf Inszenierungen im Schauspiel am Nationaltheater Mannheim. Insgesamt entstanden inzwischen über 70 Opern- und Schauspielinszenierungen, sowie spartenübergreifende Projekte und Theater im öffentlichen Raum. Er war von 1998 bis 2000 Haus-Regisseur und Stellvertreter des Intendanten in Wilhelmshaven und von 2005 bis 2008 Intendant am Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt/ Quedlinburg. Von 2009 bis 2015 war er Generalintendant des Anhaltischen Theaters Dessau. Er war von 2012 bis 2015 Mitglied im Vorstand des Landesverbandes Ost im Deutschen Bühnenverein und ist Dozent an der Fakultät für Theaterwissenschaft/Weiterbildung Theater- und Musikmanagement an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. André Bücker wurde 2012 bis 2015 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zum Vorsitzenden der Prüfungskommission der Schauspielschule Kassel bestimmt und war von 2011 bis 2013 Initiator und Künstlerischer Leiter des Internationalen Musikfestivals »Himmel auf Erden« in Wittenberg unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Außerdem engagiert er sich als Schirmherr und Pate für zahlreiche Initiativen und Projekte. Von Bundespräsident Horst Köhler wurde er in Anerkennung seines zivilgesellschaftlichen Engagements gegen rechte Gewalt zum Neujahrsempfang 2008 ins Schloß Bellevue eingeladen. Von Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff und Landtagspräsident Detlef Gürth wurde er in den Beirat des Netzwerks für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt berufen. Zuletzt inszenierte er in Dessau Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ und Goethes „Götz von Berlichingen“.
Seine letzte Spielzeit am Anhaltischen Theater Dessau (2014/15) wurde mit dem neu geschaffenen Theaterpreis des Bundes von Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit einem Preisgeld von 80.000€ ausgezeichnet. Jurybegründung: „Das Anhaltische Theater in Dessau hat unter hohem politischem Kürzungsdruck ein in allen Sparten ambitioniertes und profiliertes Programm umgesetzt. Die mit einem Recherche-Projekt verbundene Produktion „Kristallpalast“, eine Kooperation der beiden vorübergehend von Schließung bedrohten Sparten Tanz und Schauspiel, zeigte beispielhaft die Öffnung des Theaters zur Geschichte der Stadt und ihrer Einwohner. Die Jury versteht den Preis an das Anhaltische Theater Dessau auch als Ermutigung, diese Programmlinie unter erschwerten finanziellen Bedingungen und einer neuen Intendanz weiter fortzusetzen.“
Ab der Spielzeit 2017/18 ist André Bücker Intendant des Theater Augsburg.